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Roulette Strategie
Es gibt viele verschiedene Taktiken, mit denen der Spieler versucht das Casino zu überlisten. Hier sollen nun zwei der Systeme erklärt werden, das bekannteste zuerst.
Die erste Roulette-Strategie nennt sich Martingale- System, oder auch Verdopplungstaktik. Es funktioniert wie folgt: Grundlage sind 50:50- Wetten, d. h. man schließt Wetten mit einer Auszahlungsquote 1:1 ab. Man verdoppelt so lange den letzten Einsatz, bis man eine Wette gewinnt. Nun beginnt man von vorne. Hier ein Beispiel: Man setzt 1 Euro auf Rot und verliert (= - 1 Euro), man verdoppelt den Einsatz und setzt 2 Euro auf Rot und verliert (= - 3 Euro), man verdoppelt den Einsatz und setzt 4 Euro auf Rot und verliert (= - 7 Euro). Nun setzt man 8 Euro auf Rot und gewinnt 16 Euro (= + 1 Euro). Jetzt beginnt man von vorne, wenn man möchte kann man nun die Farbe wechseln. Um zu gewinnen, sind jedoch bestimmte Bedingungen vorauszusetzen: Wie bei allen Systemen gilt: Nur nicht gierig werden! Selbst wenn man nach einer langen Sequenz erst gewinnt, dann hat man immer nur den Betrag des 1. Einsatzes im Plus, in o. g. Beispiel gewinnt man also 1 Euro. Viele denken dann schnell daran den Grundeinsatz zu erhöhen, was dann -sofern keine unbegrenzten Geldreserven vorhanden sind und/oder Tischlimits vorgegeben sind- schnell zum endgültigen Bankrott führt. Man stellt sich vor, der erste Einsatz beträgt 10 Euro und man setzt auf Schwarz. Jetzt fällt die Kugel aber 6 x hintereinander auf Rot, was keineswegs außergewöhnlich wäre. Man setzt also folgende Beträge ein: 10 + 20 + 40 + 80 + 160 = 310 Euro. Selbst wenn beim 7. Mal die Kugel auf Schwarz fallen würde, bräuchte man für diese Wette 320 Euro und müsste somit insgesamt 630 Euro setzen, um nach der 7. Wette 640 Euro gewonnen zu haben. Mann muss nun aber bedenken, dass auch längere Reihen als 6 Wiederholungen wie im genannten Beispiel keine Seltenheit sind.
Die zweite Roulette-Strategie heißt „Oscars Grind“ und taucht zuerst in dem Buch „The Casino Gamblers Guide“ von A. Wilson auf. Diese Taktik funktioniert wie folgt: Wie beim Martingale- System werden die Wetten auf Felder mit 1:1 Auszahlungsquote gesetzt, wie z. B. auf Schwarz oder Rot. Gewinnt man die Wette, entsteht keine Sequenz und man beginnt von vorne. Verliert man die Wette jedoch, setzt man den selben Betrag noch mal. Gewinnt man diesmal, verdoppelt man den Einsatz. Bei jedem Gewinn wird der Einsatz verdoppelt, bis die Sequenz im Gewinnbereich liegt. Hier dasselbe Beispiel wie bei der Martingale- Methode: Man setzt 1 Euro auf Rot und verliert (= - 1 Euro), man setzt wieder 1 Euro auf Rot und verliert (= - 2 Euro), man setzt zum dritten Mal 1 Euro und verliert (= - 3 Euro). Nun setzt man wiederum 1 Euro und gewinnt 2 Euro (= - 2 Euro). Da man jetzt gewonnen hat, setzt man 2 Euro und verliert (= - 4 Euro). Beim nächsten Einsatz von 2 Euro gewinnt man (= +/- 0). Jetzt setzt man 3 Euro und gewinnt (= + 3 Euro). Nun ist man im Gewinnbereich, daher fängt man von vorne an.
Egal um welche Roulette-Strategie es sich handelt, man sollte sich immer ein Limit setzen und nicht verzweifelt versuchen Verluste auszugleichen „koste was es wolle“.
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